Heinrich-Heller-Schule

Hauptschule Isernhagen

Aktuell

Wir haben es wieder geschafft!!!!!!

 

 

 

Die Heinrich-Heller-Schule führt eine Morgenkreisstunde ein

Seit die Stundentafel der Hauptschule nur noch eine Verfügungsstunde für die Klassenstufe fünf vorsieht, spalten sich die Meinungen hinsichtlich der Notwendigkeit einer solchen Stunde auch in anderen Klassenstufen.

Während die Befürworter den Sinn häufig vor allem in der Möglichkeit der Einübung sozialer Kompetenzen und in der Erprobung alternativer Unterrichtsformen sehen, äußern die Gegner vielfach das Argument des nicht immer lernzielorientierten Vorgehens und damit der Zeitverschwendung.

Die Fachgremien und der Schulvorstand der Heinrich-Heller-Schule beschäftigen sich nun bereits seit langer Zeit immer wieder mit den Fragen, welche Möglichkeiten es gibt die Vorteile einer Verfügungsstunde zu nutzen, ohne der Kritik zu entsprechen.

Vor allem bei den jüngeren Schülern ist immer wieder festzustellen, dass es eine Reihe häufig wiederkehrender Ursachen für Konflikte, Unzufriedenheit und Lernblockaden gibt, die dem Bereich fehlender sozialer Kompetenzen zuzuordnen sind.

Hinzu tritt die Feststellung, dass handlungsbezogene Unterrichtsansätze vor allem für leistungsschwächere Schüler wichtig sind, denen besonders die gefühlsbetonte Dimension des Unterrichtsalltags (Angst vor Versagen / Hänseleien, Selbstzweifel, Konzentrationsstörungen, etc.) Probleme bereitet, sich aktiv am Unterrichtsgeschehen zu beteiligen.

Ein weiterer Aspekt, der in allen Gremien unwidersprochen vorgetragen wurde, ist die immer wieder festzustellende Bereitschaft, auch der leistungsschwächeren Schüler, sich aktiv mit den Unterrichtsinhalten auseinanderzusetzen, wenn sie sich mit den aktuellen Lebenssituationen und Problemlagen der Schülerinnen und Schüler beschäftigen. Hierbei eröffnet sich auch für die Schüler der Weg zur Transferleistung, die sonst häufig nur reproduzierende Aufgabenstellungen befriedigend bearbeiten.

Gleichzeitig musste von den Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern immer wieder festgestellt werden, dass offenbar immer häufiger einem morgendlichen Frühstück aus den unterschiedlichsten Gründen nicht die nötige Zeit eingeräumt wird. Die Konsequenz hieraus ist häufig, dass eine der ersten Aktionen des Schultages dem Einkauf von Süssigkeiten und Süssgetränken dient.

Ingesamt verband sich also der Wunsch mit den fachlichen und sozialen Zielsetzungen einer Morgenkreisstunde, gleichzeitig die Gelegenheit für ein gesundes Frühstücksangebot zu bieten.

Nach den Beobachtungen des Kollegiums der Heinrich-Heller-Schule müssen demnach drei Zielsetzungen im Vordergrund stehen:

 

Stärkung der sozialen Kompetenzen, die Schüler sollen befähigt werden:

  • Fähigkeiten und Strategien zu erarbeiten, die sie in die Lage versetzen, die eigenen Ziele in sozialen Beziehungen umzusetzen, ohne dabei die Interessen der anderen zu verletzen;
  • Akzeptanz und Verständnis für die Regeln der sozialen Gemeinschaft (Schule/Klasse) zu lernen und zu praktizieren;
  • Selbstkontrolle in Konfliktsituationen zu erlernen;
  • Hilfsangebote zu fordern, aber auch zielgerichtet wahrzunehmen;
  • zu lernen, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen;
  • Verfahren zu entwickeln, den Unterrichtstag zu strukturieren.

 

Schaffung zusätzlicher handlungs- und erlebnisorientierter Unterrichtsansätze,

Angebot eines gesunden Frühstücks.

Während die Punkte eins und zwei durch die pädagogischen Gremien der Schule zu diskutieren und mit Zielen zu füllen waren, ergaben sich bei der Umsetzung des Punktes drei erhebliche Schwierigkeiten.

So stand von vornherein fest, dass die Schüler und damit die Eltern nicht mit zusätzlichen Kosten belastet werden sollten. Darüberhinaus hätte allein das Einsammeln eines Unkostenbeitrages einen Zeitaufwand erfordert, der erfahrungsgemäß in keinem akzeptablen Verhältnis zu der zur Verfügung stehenden Zeit gestanden hätte.

Aus diesen Gründen sind die Schulleitung und das Kollegium der Heinrich-Heller-Schule sehr glücklich, dass sich mit der Firma Heinz von Heiden GmbH in Isernhagen und der Sparkasse Hannover Sponsoren gefunden haben, die diese Aktion, über den Förderverein der Schule, unterstützen. Darüber hinaus erklärte sich der Schulträger bereit, die anfallenden Sachkosten für eine Erstausstattung mit Geschirr usw. zu sponsern.

An dieser Stelle ist aber auch darauf hinzuweisen, dass das Projekt bereits vor seiner Erprobung gescheitert wäre, wenn sich die betroffenen Klassenlehrerinnen und -lehrer nicht bereit erklärt hätten, alle Einkäufe in ihrer Verantwortung und ihrer Freizeit vorzunehmen.

Mittlerweile läuft nun seit mehreren Wochen eine Probephase, deren vorläufige Ergebisse unsere Erwartungen bei Weitem übertreffen.

Alle beteiligten Lehrkräfte stellen bei den Schülerinnen und Schülern eine über die „normale“ Unterrichtssituation hinausgehende Bereitschaft zur Entwicklung und Diskussion von Problemlösungsstrategien fest. Immer häufiger gelingt es, durch kreative Spiele und / oder Kommunikationen zumindest zeitweise emotinale Lernblockaden zu überwinden.

Gleichzeitig ist bei vielen Schülerinnen und Schülern eine deutliche Zunahme der Lernmotivation festzustellen. Ein Phänomen, das sich offenbar aus dem Lebensbezug und der damit deutlicheren Nachvollziehbarkeit der Lerninhalte ergibt.

Geradezu überwältigend allerdings ist der Gewinn der handlungsorientierten Lernimpulse. Es ist gleichgültig, ob es die Urlaubserfahrungen und der GSW-Unterricht, die Unfallschilderung und der Deutschunterricht, das Taschengeld und der Mathematikunterricht sind, die Impulse sind mehr als reichhaltig und auch für die Mitschüler mitreißend!

Es ist kaum zu glauben!

Das Jahr 2013 hat gerade erst begonnen und schon erhält die Heinrich-Heller-Schule eine weitere Auszeichnung.

Die Heinrich-Heller-Schule wird in dem Wettbewerb „Starke Schule“ von der „Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, der Bundesagentur für Arbeit, der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeber-verbände und der Deutsche Bank Stiftung“ ausgezeichnet als Schule, die sich in herausragender Weise für ihre Schüler einsetzt.

Die Schule erhält den Titel: Starke Schule und gehört damit zu Deutschlands besten Schulen, die zur Ausbildungsreife führen.

Die Preisverleihung findet am 28. Februar 2013, im Rathaus in Hannover, statt.